Gehwerkzeuge im Senior Village

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Soweit die Füsse tragen, sollte man sie benutzen. Im Alter tragen sie dich zunehmend weniger weit. Die tägliche Gehstrecke älterer Menschen nimmt fatalerweise ab. Fatal deswegen, weil die tägliche Motorik nachweislich lebensverlängernd und gesunderhaltend wirkt. 

Man sollte an einem Ort sich niederlassen, wo tägliche Gehstrecken von mindestens 300 Metern mehrfach täglich zurückzulegen sind. Zur Erledigung von täglichen Bedürfnissen. Oder man benutzt das Fahrrad solange die Gleichgewichtsorgane noch nicht rinks mit lechts velwechsern.

Von der "Gründlichkeit"

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Wie Sie jetzt bereits von meinen ersten zwei Blogs wissen, mache ich mir Gedanken über meinen Aufenthaltsort in der Zukunft und das Senior Healthy Ageing Village, wo auch immer das sein wird.

Ich denke da an einen Ort – einen Ort mit 1000 Einwohnern – in welchem alle mit Konsequenz kapiert haben, dass ein gesundes Altern im letzten Drittel unseres Lebens ein unvergleichbar hochwertiges Geschenk ist. Es ist eines der Geschenke, welches man sich selber machen kann, wenn man gelernt hat sich selbst richtig zu programmieren. Dazu braucht man keinen Programmiercode, sondern nur Schlauheit zum Leben und, ja eben, den richtigen Ort! Und die Schlauheit sollte man spätestens mit 60 erworben haben.

Was auf die Augen kriegen

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Es ist schön und auch entstressend, wenn wir die Umwelt als stabil wahrnehmen, d.h. täglich das Gleiche sehen, mal abgesehen von den zu erwartenden Einflüssen des Wetters. Ältere Menschen brauchen und wollen nicht ständig was Neues, aber sie brauchen „immer wieder mal“ was Neues! Ja, was jetzt: Veränderung oder immer das Gleiche?? Sowohl als auch.
Was wir nicht sehen wollen sind nur zum Beispiel jeden Tag um uns herum Baustellen in der Aussenwelt, neue Bewegungshindernisse, welche unsere eingeübten Bewegungsmuster auf dem Weg zum Bäcker stören. Aber wenn es schöne Anblicke oder Ausblicke hat, Ecken der speziellen Aussichten, welche durch ihre natürliche Ästhetik begeistern, dann ist das durchaus willkommen.
Insbesondere, wenn diese Plätzchen ein Ort des Kontaktes sein können, des Verweilens, Ausruhens, um etwas zu Lesen oder auch nur um den Blick schweifen zu lassen. Dort möchten wir ab und zu eventuell schon mal was Neues entdecken dürfen!

Der in- und auswendige Seiltanz

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Nach der Aufarbeitung der Midlife Crisis – die wohlgemerkt jeden ergreift, ob er es gemerkt hat oder nicht – scheint sich unser genetisch geplantes Alterungsprogramm auf immer mehr Stabilität zu konzentrieren. Wohlwissend, dass die physiologischen Vorgänge in uns sich immer mehr einem Seiltanz annähern und unsere Bandbreite die Welt zu ertragen schmäler wird.

Wir meinen jenseits der 60 tatsächlich immer häufiger, dass die Welt da draussen immer unzuverlässiger wird, immer chaotischer, immer unverständlicher…Dabei denke ich, dass sie genauso vor sich hinrödelt wie zu den Zeiten unserer Jugend und sich bloss unsere Wahrnehmung verschoben hat. „Des hätts zu unserer Zeit net gehm…“! Diese Reaktion ist im spezifischen vielleicht dann richtig, aber in der Bewertung, nämlich der Vermutung eines demnächst drohenden Weltuntergangs, übertrieben. Die Jugend lächelt, sie geht damit ganz anders um. Was sollen die also von uns Älteren eigentlich lernen? Überschätzen wir uns da?

Wasser-, Wind- und Vogelsprache

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Wir kennen doch fast alle diese Hollywood Horrorfilme in welchen es darum geht, dass ein Monsterwesen mit unbekannter biologische Herkunft, aber eindeutig menschenfeindlichen Absichten aus dem Dunkeln der Sumpfwasser völlig unerwartet hoch schiesst und zwei sich gerade näherkommende Teenager verspeist. Als erfahrener Kinogänger wissen wir bereits 10 Sekunden vorher dass das Unheil gleich ausbricht, weil unsere Warnungssensoren bereits of ultrarot sind. Dafür ist die Post-Production verantwortlich, welche 10 Sekunden vor dem Unheil das romantische nächtliche Gezwitschere und Gequake der umgebenden Tierwelt im Audiokanal ruckartig auf Null abgesenkt hat. Die Tierwelt bemerkt eine Gefahr und verstummt, während diese dämlichen Teenager munter weiterknutschen und nichts zu bemerken scheinen. Liebe scheint auch noch taub zu machen…

Ein Urzeitreflex vermittelt und interpretiert laufend und ständig den 24 h neuronalen Input, den wir aus unserer natürlichen Umwelt erhalten. Diese Interpretationen müssen wir nicht lernen, die machen mit uns einfach. Lernen müssen wir wie das Stottern eines Motors oder das Quietschen von Bremsen zu interpretieren ist.

Der Friede im Altendorf wird nicht nur durch Abwesenheit von Lärm oder drohendem Kulturkampf mit missionierenden Zeitgenossen erhalten, sondern kann permanent genährt werden durch entsprechende Wahrnehmung der Wasser- Wind und Vogelsprache. 

Zwitschernden Vögeln geht es gut: also….Leicht säuselnder Wind bringt frische Luft, vertreibt die Stickigkeit und lässt die Blätter in den Bäumen „leben“: also….Und leises, unaufdringliches Wasserplätschern eines gurgelnden Bächleins bringt unserem Unterbewusstsein beruhigend in Erinnerung, dass wir zu Trinken in der Nähe haben, auch wenn wir lieber ein kühles blondes „Leffe“ zu unserem Ruhesitz bestellen: also…alles friedlich. Das tut gut.

Um es aber klar zu sagen: aus dem Lautsprecher hinter dem Oleanderbusch darf das nicht kommen! Das muss schon real sein, sonst können wir ja gleich ins Kino gehen und den ganzen Tag Tierfilme anschauen. Baut bitte so einen Platz für mein bestes Drittel, wo das alles echt ist.

Facebook Dr. Uwe Klein

Healthy-Ageing.de

Vom Blizzard bis warm und wohlig

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Irgendwann während des munter vor sich Hinlebens, sagen einem die Knie- und Rückengelenke, wie draussen das Wetter ist. In der Nachkriegszeit band man sich ggf. Katzenfelle um die Knie, danach kam die Periode des sozialen Wohnungsbaus und immer weiter fortschreitender gesunder Wohn- und Heizkultur. Hilft aber alles nichts gegen die generelle Klimazone in Zentralgermanien mit der aufreizenden Mischung von feucht und kalt, welche bis in jeden Gelenkwinkel zu kriechen scheint.

Das ist anatomisch und physiologisch alles erklärbar, denn unsere Gelenke sind halbe Kaltblüter und stark von Aussentemperaturen beeindruckbar. In ihrer Gesamtheit so etwas wie ein integrierter Wohlfühlomat mit durchaus penetranter Warnfunktion.

Kein Wunder, dass „warm und feucht“ gern besuchte Locations sind, im Urlaub und im Alter dann noch mehr.beach bar2

Die Alternative dazu ist die trockene, knackige Kälte draussen im Wechsel mit trockener knackiger Strahlungswärme vor dem offenen Kamin im nördlichen Winter – dem Bilderbuchwinter halt…

Kein Wunder, dass die Wahl des Platzes für ein Altendorf extrem wichtig ist und sich an den Klimatabellen orientiert.

Variatio delectat – Abwechslung erfreut – wusste das antike Rom und desgleichen bezieht sich auch auf unsere komplizierten Alterungsvorgänge. Als vorherrschender Zustand ist jedoch das warme und erträglich feuchte Klima eindeutig bevorzugt. Kalt und feucht, wie regelmäßig im Atlantikwinter an der Algarve ist eindeutig bäh!

Unser Wohlfühlomat wird uns ein Dörfchen danken, welches ein warmes Plätzchen bereithält. Vorgewärmte Gelenke sind leichter zu bedienen und bewegen sich viel lieber. Das alles tut unserer Gesundheitsverfassung gut und fördert Healthy Ageing. Ja man muss eben integriert denken! Es reicht nicht ganz, wenn ich 10 Fitnesszentren ins Dorf hinstelle, aber die Bewegungsunlust wegen kälte- und feuchteinduzierter Bewegungsstarre erstmal geknackt werden muss.

Lebendige Katzen sind netter.

Facebook Dr. Uwe Klein

Healthy-Ageing.de

Healthy Ageing in Poland

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Would you expect a warm and perfect hospitality in a small region in Southern Poland? I would not have thought about to go and look around there, but as I have visited now Busko-Zdrój near Krakow, being one of a group of several well known experts in international medical tourism, I need now to broaden my horizon. Well, actually the people in this village did it for me as they were able to open our eyes for options on how to organize a wellness, spa and rehabilitation village. 

therapy appliancesWe were meeting a place where senior healthy ageing is friendly embedded in the service portfolio, the structure of this village, the offers on hospitality and the range of medical wellness and rehabilitation treatment opportunities. The air is absolutely clean, surrounded by an extended green lung and Ilan found that he never saw doves so big and fat in the park, so he assumed it must be a healthy place for humans as well...and rehabilitation village.

The people of the region seem just to have started a discovery tour for all their opportunities of which they were not fully aware by themselves. They in fact have many medical professionals, care knowhow, hospitality, spa and wellness facilities, authentic and historic attractions all in close vicinity. What is lacking still is an integration of those assets. But that seems to be under way.

Why is all this important for seniors? When you have reached a certain point in the process of ageing it comes to you that maintenance of yourself is something which you cannot buy in the supermarket or order by internet. It is composed of many things you need to do with your body, a lot of unlearning needs to come and many new habits want to be installed in order to reward yourself with the feeling of wellbeing. Not everywhere the water gym reshaping of your body functions and parts is possible easily. You need the triggers, the surrounding, the incentives, the acknowledgement for your efforts, the leisure time, and the professional reinforcement to make it happen.

While walking through the central park of Busko-Zdrój you cannot avoid to get in touch with the world in the treetops: birds all over the place signal a peaceful, easy and attractive playground. Your heart will be at ease. And there is one more hidden secret: whereas in the Alps the winter has left us with artificial snow, they have, snow, ice, sun and slopes in January and February.park busko

Who said that Healthy Ageing is only possible in a region with a constantly warm climate south below the Zodiac of Hibernation? Me? I would deny this strongly…

Facebook Dr. Uwe Klein

Healthy-Ageing.de

Riech mal was da spricht

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Unabhängig und selbstverantwortlich entscheiden zu können, welche Nahrung für mich gesund und gut ist, das ist lange her. Denn ich rieche nichts mehr in unserer europäisch durchstandardisierten Welt. Es ist schon seit langem so, dass man mir die Fähigkeit entzogen hat, die Qualität meines Futters bewerten zu können: alles ist geruchsdicht verpackt.

Über die Genießbarkeit darf meine Nase und mein Tastsinn vor dem Kauf nicht mehr entscheiden, wenn ich vor den Discounterregalen spazieren gehe und mich ausschließlich die aufgedruckten Verfallsdaten und die lange Liste der Zutaten, Zusatzstoffe und deren Konzentrationen im Einzelnen und in Summe betrachtet informieren. Ich muss meinen rationalen Zahlengenerator der linken Gehirnhälfte beschäftigen und analysieren lassen, ob ich das jetzt essen soll. Schon bin ich verwirrt, durcheinander und von den Emotionen zur vor mir liegenden Nahrung entkoppelt. Geschmackserinnerung kommt nur, wenn der Geruchssinn voranmarschiert, also soll ich das jetzt essen? Das Verfallsdatum ist ok, die Zutaten sind sicher nach EU Richtlinien standardisiert, die Verpackung absolut hygienesicher, Mahlzeit, das muss ja schmecken, ganz klar!flower scent

Ein Halbidiot, wer sich das einreden kann. Na gut mit etwas Übung geht das auch, dass man sich dann noch auf das Essen „freut“… Unser Immunsystem muss riechen können, damit es seine Aufgaben erledigen kann: es ist mit anderen Worten in der technischen Zivilisation komplett unterbeschäftigt. Quasi Trainingsverbot, wie soll es da richtig funktionieren bitte? Wie soll es da Entscheidungen treffen können zwischen dem Guten und dem Schlechten? Es wird von der Vernunft ausgehebelt und liest dann lieber in den einschlägigen Gesundheitsfeuilletons nach, was es tun soll. Entmündigt, ohne Selbstverantwortung, eigentlich allein gelassen.

Draußen auf der Straße riecht auch sonst nichts mehr, die Welt ist geruchsneutral geworden. Und wenn mal ein Geruch durchkommt, ist man geneigt zur Beschwerde zu greifen, es bricht sofort Einordnungsstress aus: Geruch darf´s doch gar nicht mehr geben.

Healthy Ageing / Gesundes Altern

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Das beste Drittel unseres Lebens

Wie erreicht man dieses Ziel: gesund Altern? Wünschenswert wäre es ja. Vieles dazu ist klar, liegt auf der Hand, 1000 Mal beschrieben, Oma wusste das auch schon oder man hat es persönlich erlebt.
Die „Unwirtlichkeit unserer Städte“ (Alexander Mitscherlich) hat in meiner Generation viel ausgelöst. Im Alter von 65 – das werde ich dieses Jahr – fällt mir dieses Buch wieder ein, wenn man den Platz für das beste und letzte Drittel seines Lebens sucht.
Jede Menge Verbesserungspotential in der Stadtgestaltung, Verkehrsplanung und Wohnungseinrichtung fällt einem dann plötzlich auf: die Perspektiven sind anders geworden, daher. Etliche von uns drängen im Alter ins Ausland und suchen den klimatisch vergoldeten Ruhesitz. Da war doch früher im Urlaub zumindest vieles als „besser“ erlebt! Doch bald merken diese, dass ein „Pseudoaufgehobensein“ in teuren und durchgestylten 4 bis 5 Sterne-Sonnen-Welten auf Dauer kotzlangweilig ist.

Impressum  - V.i.S.d.P. Dr. Uwe Klein, Zentaurstr. 3, 82110 Germering, Germany

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